Lilo und ich waren immer schon leidenschaftliche Verfechter der fettfreien Küche. – Koste es was es wolle. Um dies zu erreichen sind wir auch zu ästhetischen Opfern bereit. Heute zum Beispiel gab es gedünstetes Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Würstchen. Der Trick: Man legt die Wiener auf eine Mikrowellensichere Abtropfplatte und quält die kleinen Biester, bis sie erst herzzerreißend quietschen, dann platzen und zum Schluss nur noch matt vor sich hin puffen.
Zum Nachmachen: Die Würstchen gute 6 Minuten in der höchsten Stufe garen. Gerne auch mehr. Öffnet man nach diesem Martyrium die Mikrowelle, geht einem jeden Fettfeind das Herz auf. Gleich nachdem der stark riechende Nebel verflogen ist, sehen wir eine Abtropfschale voller Fett und ein Würstchen so mager, wie nach 20 Jahren Zuchthaus.
Allerdings müsst ihr berücksichtigen, dass es trotzdem noch Fett im Gewebe bleibt. Das Meiste, was rausgeht, ist Wasser.
Aber als Tipp, es gibt auch fettreduzierte Wiener und falls es mal in die Salamiecke gehen soll. Ich habe auch schon magere Salamiwürstchen gesehen, die wirklich mageres Fleisch enthielten und der Clou bei der Sache, statt Fettstückchen waren da Reiskörner drinne. Optisch fast identisch.